BDI-Mittelstandspanel - Herbst 2008
Material- und Energieeffizienz in der Industrie - In kleinen und mittleren Unternehmen schlummert Potenzial zur Effizienzsteigerung
Die Preise für Rohstoffe und Energie sind ein zentraler Kostentreiber in der deutschen Industrie -auch wenn sich die Lage an den Rohstoffmärkten mit Beginn der Finanzkrise und der damit einhergehenden konjunkturellen Abkühlung etwas entspannt hat. Die Stichworte Material- und Energieeffizienz bekommen daher immer mehr Bedeutung. Dies hat das Institut für Mittelstandsforschung Bonn zum Anlass genommen, die Verbreitung und den Umfang effizienzsteigernder Maßnahmen der Industrie im Rahmen des BDI-Mittelstandspanels zu erfragen. Außerdem gaben die 1.650 teilnehmenden Unternehmen Auskunft über Ihre Einstellung zum Klimawandel und der Klimaschutzpolitik in Deutschland.
Obwohl die Klimaschutzdebatte derzeit etwas in den Hintergrund geraten ist, ist der Klimawandel aus Sicht von 60 Prozent der deutschen Industrieunternehmen eine der größten unternehmerischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. „Eine Steigerung der Material und Energieeffizienz ist ein Bindeglied zwischen Umweltschutz und Kostensenkung. Jeder zweite industrielle Mittelständler ist hier derzeit aktiv. Aber gerade im kleinen Mittelstand schlummert noch weiteres Potenzial“, so Prof. Frank Wallau vom IfM Bonn. Denn das Einsparpotenzial im kleinen Mittelstand (bis 19 Mitarbeiter) scheint noch groß.
Unternehmen der unteren Größenklassen, die effizienzsteigernde Maßnahmen im Bereich Energie und Material ergriffen haben, konnten im Vergleich zu ihren größeren Konkurrenten im Schnitt höhere Einsparquoten realisieren. Da jedoch anteilsmäßig bisher weniger kleine Unternehmen in diesem Bereich aktiv sind, lassen sich hier weitere Effizienzreserven vermuten.
Eine Darstellung zur Reduktion des Material- und Energieverbrauchs erhalten Sie auf Seite 21 des Ergebnisberichts zum BDI-Mittelstandspanel.