Materialeffizienz - Sparbüchse für Unternehmen
Materialkosten sind für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Im produzierenden Bereichen
betragen sie z. T. bis zu
50 Prozent der Herstellungskosten. Mit modernen Technologien und
geeigneten Managementmethoden lässt sich der Kostenfaktor Material
deutlich reduzieren. Mit dem Programm Verbesserung der
Materialeffizienz fördert das BMWi kleine und mittlere Unternehmen
(KMU). Qualifizierte fachliche Beratung macht auf bestehende Defizite
aufmerksam und unterstützt die Umsetzung rentabler
Verbesserungsmaßnahmen in den Unternehmen. Ebenfalls durch das BMWi
gefördert werden lernende KMU-Netzwerke, in deren Focus die
Verbesserung Materialeffizienz in Wertschöpfungsketten steht. Um
verstärkt in die Öffentlichkeit zu wirken, vergibt des BMWi jährlich
den Deutschen Materialeffizienz-Preis, mit dem KMU mit
Best-Practice-Beispielen ausgezeichnet werden.
Das Impulsprogramm Materialeffizienz wurde in den letzten Monaten vom Wuppertal Institut für Umwelt und Energie GmbH und der BSR Sustainability GmbH, Karlsruhe evaluiert. Bei den bisher durchgeführten Potenzialanalysen ermittelten die Institute ein durchschnittliches Einsparpotenzial von 4.000 € pro Mitarbeiter und Jahr. Im Durchschnitt sind das 270.000 Euro bzw. 2,7 % des Umsatzes, die je Unternehmen jährlich eingespart werden, was den volkswirtschaftlichen Nutzen des Programms unterstreicht.
Knapp die Hälfte der Maßnahmen, die die bei der demea akkreditierten Materialeffizienzberatern vorschlugen, konnten die Unternehmen unmittelbar ohne Investitionen umsetzen. Ein weiteres Drittel der Maßnahmen wurde durch Investitionen von weniger als 50.000 Euro umgesetzt. Dabei lagen die Amortisationszeiten in der Regel deutlich unter einem Jahr, was sich rechnet. Durch die Erschließung der Einsparpotenziale können deutsche Unternehmen ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig verbessern.
Sie können den vollständigen Evaluierungsbericht herunterladen (siehe "Umfeldinformationen").
Unternehmen, die eine Potenzialanalyse bei sich durchführen lassen möchten, können die Deutsche Materialeffizienzagentur demea kontaktieren (www.demea.de). Ebenso organisieren regionale Multiplikatoren (z. B. IHK, RKW, Wirtschaftsförderer, Steinbeis-Transferzentrum) in Kooperation mit der demea Informationsveranstaltungen in ihrer Region. Die Leistungen der demea werden aus öffentlichen Mitteln finanziert, sind also für Unternehmen kostenfrei.
Weitere Informationen:
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Mario Schneider (Leiter der Deutschen Materialeffizienagentur)
Tel.: 030 - 310078 157 -
Dr. Reinhard Stransfeld (Stellvertretender Leiter der Deutschen Materialeffizienagentur)
Tel.: 030 - 310078 179