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Deutscher Materialeffizienz-Preis zum vierten Mal verliehen

Der Deutschen Materialeffizienz-Preis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wird am 5. Dezember 2007 zum vierten Mal vergeben. Die Preise werden von Staatssekretär Dr. Joachim Wuermeling überreicht. Effizienter Materialeinsatz hat wesentliche positive Effekte - für die Unternehmen und für die Volkswirtschaft:

-         die Abhängigkeit von Rohstoffimporten nimmt ab,

-         sinkende Produktionskosten erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit.

Die ausgezeichneten Aktivitäten dienen als Best-Practise-Beispiele, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen anregen, die Kostensenkungspotentiale durch verbesserte Materialeffizienz zu erkennen und zu nutzen.

In diesem Jahr wurden die folgenden Firmen ausgezeichnet:

-          Betonwerk Oschatz GmbH, Oschatz: Herstellung von Brücken nur mit Glasfaserbewehrung. Das weltweit erste Bauwerk mit Endlosglasfäden wurde im Park der Landesgartenschau in Sachsen errichtet. Diese Brücke wiegt nur 1/5 einer vergleichbaren Stahlbetonkonstruktion.

-          MITEX Gummifabrik Hans-Knott GmbH, Erkrath: Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Beschichtung von Walzen, das mit deutlich weniger Haft- und Lösemitteln auskommt und den Ausschuss deutlich reduziert: Pro Jahr werden dadurch u.a. 2,9 Millionen m2 Trägerschutzfolie, 1400 kg Haft- und Lösemittel und 7600 kg Schneidabfälle eingespart bzw. vermieden.

-          Deutsche Mechatronics GmbH, Mechernich: Hier werden bis zu 40 Tonnen Blech pro Tag im Kundenauftrag für die unterschiedlichsten Einzelteile verarbeitet. Durch das Verfahren des dynamischen Schachtelns wurde es möglich den Verschnitt deutlich zu reduzieren. Ergebnis: 12 % weniger Material werden benötigt.

-          RRK Wellpappenfabrik GmbH & Co. KG, Bottrop: Durch die Neuentwicklung einer Bechersteige aus Wellpappe für Molkereiprodukte werden 25 % Material eingespart. Dabei kommt es auch zu einer deutlichen Ersparnis von Lagerraum und Frachtkosten. Je nach Auftragsgröße passen auf eine Palette jetzt statt 2200 Zuschnitte jetzt 6150, dies entspricht einer Steigerung um den Faktor 2,7. Bei einer angenommenen Jahresmenge von 2,5 Millionen Stück müssen nur 13 LKW statt 35 LKW eingesetzt werden, dies entspricht 60 % weniger Frachtaufkommen und entsprechend weniger Umweltbelastung.

-          MKG Metall- und Kunststoffverarbeitungsgesellschaft mbH, Lotte: Die Firma stellt LKW-Aufbauten nach Kundenwünschen her. Statt für einen LKW-Aufbau rund 3500 Nietlöcher manuell zu bohren und nieten, wurde das Profilwerk für die Aufbauten konstruktiv optimiert und so gestaltet, dass die Aufbauten nunmehr geklebt werden können. Durch das innovative 2-k Klebeverfahren kann nun auf 2 Millionen Nieten/Jahr verzichtet werden. Insgesamt verringerten sich die Herstellkosten im Vergleich zum alten Nietverfahren um 8-10%. Die Maßnahme bei MKG zur Steigerung der Materialeffizienz wurde in Folge einer durch die Deutsche Materialeffizienzagentur (demea) geförderten Fachberatung umgesetzt.

Der Preis ist Teil des Impulsprogramms Materialeffizienz des BMWi und wird durch die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung organisiert. Nähere Infos zum Programm und zum Preis finden sich im Internet unter www.materialeffizienz.de.

Rohstoff- und Materialeffizienz

Materialkosten stellen im Produzierenden Gewerbe mit ca. 42,9% noch vor den Personalkosten (20,5%) den mit Abstand größten Kostenblock dar.

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Förderung: go-effizient

Mit dem Modul Rohstoff- und Materialeffizienz werden kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) durch externe Beratung unterstützt, ihren Rohstoff- und Materialeinsatz zu verringern.

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Qualitätsbarometer

Die Resonanz und Zufriedenheit der Unternehmerinnen und Unternehmer werden nach Abschluss der Beratungsprojekte über einen Fragebogen ermittelt.

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Selbstcheck

Der Materialeffizienz-Selbstcheck mit seinen 13 Fragen bietet den Unternehmen einen schnellen und zuverlässigen Einstieg in das Thema Materialeffizienz.

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